Kurz gesagt
Eine App lohnt sich, wenn mindestens eines von drei Dingen zutrifft: Deine Nutzer kommen regelmäßig wieder und du willst sie erreichen können. Die Anwendung braucht etwas vom Gerät, an das der Browser nicht herankommt. Oder sie muss ohne Netzverbindung verlässlich funktionieren. Trifft nichts davon zu, ist eine gute Website fast immer die bessere Investition.
- Regelmäßige Rückkehr
- Push und Homescreen
- Zugriff aufs Gerät
- Kamera, GPS, Sensoren
- Ohne Netz nutzbar
- Lokale Daten
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Die Leute kommen einmal und dann lange nicht wieder
Eine App muss installiert werden. Dieser Aufwand rechnet sich nur, wenn ihm regelmäßige Nutzung folgt. Bei allem, was man zweimal im Jahr braucht, ist die Installation die Hürde, an der du Interessenten verlierst.
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Der Inhalt soll über Google gefunden werden
Was in einer App steht, findet keine Suchmaschine. Wenn Sichtbarkeit in der Suche zum Geschäft gehört, gehört der Inhalt ins Web, unabhängig davon, ob es zusätzlich eine App gibt.
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Es gibt noch keine Nutzer, die man halten könnte
Push-Nachrichten und ein Platz auf dem Homescreen sind Werkzeuge zur Bindung. Sie helfen dabei, vorhandene Nutzer zu halten, nicht dabei, die ersten zu gewinnen.
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Ein Kanal, der ankommt
Push-Nachrichten landen auf dem Sperrbildschirm, ohne Postfach und ohne Algorithmus dazwischen. Das ist der einzige Kanal, den du besitzt, nachdem jemand einmal zugestimmt hat. Er ist entsprechend leicht zu verbrennen.
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Zugriff auf das Gerät
Kamera, Standort, Bluetooth, Bewegungssensoren, biometrische Anmeldung. Der Browser gibt davon einen Ausschnitt frei, und welchen, entscheidet der Browserhersteller. Wenn dein Vorhaben daran hängt, ist die Frage entschieden.
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Verlässlich ohne Netz
Nicht nur zwischengespeicherte Inhalte, sondern arbeiten ohne Verbindung und später abgleichen. Für alles, was in einer Werkshalle, im Außendienst oder im Zug passiert, ist das der eigentliche Grund für eine App.
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Ein Platz, an den man zurückkehrt
Ein Symbol auf dem Homescreen ist ein Anspruch auf Aufmerksamkeit, den eine Adresse im Browser nicht hat. Das wirkt aber nur, solange die App auch benutzt wird.
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Junge Unternehmen mit einem digitalen Produkt
Wenn das Produkt selbst die App ist, geht es um Geschwindigkeit: eine schlanke erste Fassung, echte Nutzer, echtes Feedback. Drei Kernfunktionen, die zusammen etwas Ganzes ergeben, schlagen zwölf, die halb fertig sind.
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Betreiber einer bestehenden Plattform
Die App ist hier kein neues Produkt, sondern ein zweiter Zugang zu dem, was schon läuft. Sie zahlt sich aus, wenn Leute regelmäßig wiederkommen und wenn sie etwas kann, das im Browser fehlt. Die Website noch einmal nachzubauen bringt dagegen nichts.
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Dienstleister mit Kundenkontakt
Termine, Nachrichten, Unterlagen, Rechnungen an einem Ort. Der Nutzen ist auf beiden Seiten messbar: weniger Rückfragen bei dir, weniger Warten bei deinen Kunden.
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Unternehmen mit Aufgaben abseits des Schreibtischs
Zeiterfassung, Schulungen, Prüfprotokolle, Meldungen aus dem Feld. Interne Apps sehen einfach aus und sind es selten, weil sie sich an bestehende Systeme anschließen müssen. Dafür ist der Nutzen sofort messbar.
- 01
Der erste Umfang ist zu groß
Die häufigste Ursache. In einer Funktionsliste aus dem Workshop steckt fast immer ein Teil, den man erst nach dem Start beurteilen kann. Baust du alles davon zuerst, hast du die teuerste Fassung, bevor die erste Rückmeldung kommt.
- 02
Niemand ist für den Betrieb vorgesehen
Apple und Google ändern jedes Jahr Anforderungen. Eine App ohne Zuständigkeit und ohne Budget dafür verschwindet nach zwölf bis achtzehn Monaten aus dem Store, nicht mit einem Knall, sondern durch eine abgelaufene Frist.
- 03
Die App ist die Website mit gerundeten Ecken
Wenn nichts drin ist, was der Browser nicht auch könnte, gibt es keinen Grund zu installieren. Die Installation ist dann reine Reibung ohne Gegenwert.
- 04
Es gibt keinen Plan, wie Leute davon erfahren
Im App Store finden dich nur Leute, die schon nach so einer App suchen. Von allein passiert dort nichts. Kläre vor dem Start, woher deine ersten tausend Nutzer kommen sollen.
Brauche ich wirklich eine App?
Prüf es an drei Fragen: Kommen die Leute regelmäßig wieder? Braucht die Anwendung etwas vom Gerät, das der Browser nicht hergibt? Muss sie ohne Netz funktionieren? Wenn keine davon mit Ja beantwortet wird, ist eine gute Website meist die bessere Investition.
Was ist eine hybride App und warum kommt sie hier vor?
Bei hybrider oder Cross-Platform-Entwicklung entsteht aus einer Codebasis eine App für iOS und Android. Das ist heute der Regelfall, weil es Aufwand und Pflege halbiert, ohne dass Nutzer den Unterschied bemerken.
Ist meine Idee überhaupt umsetzbar?
Fast immer ja, technisch. Die interessantere Frage ist, was der kleinste Ausschnitt ist, an dem sich zeigt, ob die Idee trägt. Genau das klären wir im Erstgespräch, und manchmal ist das Ergebnis, dass es zunächst gar keine App braucht.
Wie lange dauert die Umsetzung?
Ein enger, fokussierter erster Stand liegt bei sechs bis acht Wochen. Vorhaben mittleren Umfangs bei zehn bis vierzehn, größere bei sechzehn bis vierundzwanzig. Was die Dauer treibt, ist selten die Technik, sondern die Zahl der Entscheidungen, die noch offen sind.
Was kostet das?
Überschaubare Vorhaben beginnen bei etwa 12.000 €, mittlere bei 25.000 €, aufwendige bei 45.000 €. Die Aufschlüsselung nach Kostentreibern steht auf der Kostenseite.
Was passiert nach dem Start?
Betrieb und Wartung, und zwar dauerhaft: Fehlerbehebung, Überwachung, jährliche Anpassungen an neue Systemversionen. Wartungspakete beginnen bei 300 € im Monat. Dieser Posten gehört von Anfang an in die Planung.
Mit welchen Technologien arbeitet ihr?
React Native und Expo, dazu TypeScript über App, Backend und Web hinweg. Diese Wahl ist ebenso eine Personalentscheidung wie eine technische: eine Sprache über den ganzen Stack lässt sich über Jahre besetzen.